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Barra
Grande erweckte immer grosse Leidenschaft
Jairo Costa
Júnior
Es kommt
haeufig vor, dass jemand, der eine Zeit lang in Barra Grande verbracht
hat, seine sieben Sachen zusammengepackt und nach dort umzieht.
Und wirklich, es ist leicht sich verzaubern zu lassen von der Ruhe, die
den Ort umgibt, im Gegensatz zum Laerm der Grosstaedte und dem Trubel
der bekannteren Turistenorte wie z.B. Porto Seguro. Die Schwierigkeit
dabei ist, auf den modernen Komfort zu verzichten, aber wer sich fuers
Leben am Strand entschieden hat, macht sich nichts daraus.
Der
Fernsehschirm wird leicht durch die "Live" Bilder von Strand, Lagunen
und Inseln ersetzt. Die Musik kommt vom Gesang der Voegel wie
Sabiá und Bem-te-vi, die sich in der Region in Scharen
aufhalten. Das Handy ist nur im allerletzten Falle noetig, denn die
Verstaendigung verlaeuft direkt und ohne Zwischenschaltung. Hier
spricht man, dort hoert man. Wie im Kino und man selbst ist in der
Szenerie.
"Ich
habe mich verliebt..." - ist die Begruendung von Josete Santos
Cavalcanti, um ihre Anstellung als Buchhalterin in Salvador
aufzugeben und in das Dorf umzuziehen. Jô, wie sie genannt
wird, lernte Barra Grande vor acht Jahren zusammen mit ihrem Mann
Zemaro Machado Cavalcanti kennen. "Uns gefiel der Platz und wir kamen
zurueck um ein Grundstueck zu kaufen" erzaehlt sie. Sie hatten Plaene
ein Haus zu bauen, aber wie der Zufall es wollte, faden sie eine
Pousada, die zu verkaufen war.
"Ich und
Zemaro entschieden uns sofort zum Kauf. Wir haben es uns nicht zweimal
ueberlegt", erinnert sie sich. Sie haben sich daraufhin entschlossen
die Pousada zu eroeffnen. "Mein Mann bat um seine Entlassung in der
Transportfirma in der er arbeitete und daraufhin zogen wir gleich um".
Der Name fuer das neue Unternehmen konnte kein anderer sein: Meine Ruhe
(Meu Sossego). Gefragt ob sie nicht wieder in die Routine der Grosstadt
zurueck wolle, antwortete sie kurz und buendig: "Nein".
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